Silvia Siemes / DE

Frei von psychologisierenden Momenten und vordergründig sozialkritischen Bezügen trifft Silvia Siemes mit ihren ganz auf sich selbst konzentrierten, den Blick hinaus ins Irgendwo gerichteten Figuren ein grundlegendes Lebensgefühl. Inmitten von immer enger werdenden Ansprüchen, in denen sich der Mensch innerhalb seines gesellschaftlichen Daseins ausgesetzt sieht, entziehen sich die Skulpturen diesem Zugriff. Sie behaupten einen Anspruch auf individuellen Rückzug und fungieren unverkrampft als post-moderne Sehnsuchtsfiguren: einen Moment dem Lebenszusammenhang entfallen.

In den privaten Raum eingelassen, geben die Figuren keine Antworten, sondern stellen Fragen, sind Zeugen für vorüberziehende Lebensgeschichten mit dem unnahbaren Blick in die Ferne und umgeben von einem Hauch der Vergänglichkeit.

ARTIST- STATEMENT