Rolf Behm / DE

" Mir aber erscheinen die Wissenschaften eitel und fehlerhaft, die nicht aus der Erfahrung, der Mutter aller Sicherheit, hervorgegangen sind und nicht in einer handgreiflichen Erfahrung enden; das heißt, deren Anfang und deren Ende nicht über einen der fünf Sinne geht."
Leonardo da Vinci

Die Malerei von Rolf Behm ist eine zutiefst sinnliche Angelegenheit. Zuallererst fällt die große Farbräumlichkeit ins Auge. Zu sehen sind Flächen, Körper im Raum; aber was ist es, das dort dargestellt ist? Das ist nicht leicht zu beantworten.

Grundsätzlich gilt: Raum ist Fläche, und Fläche ist Raum, schließlich geht es um Malerei, die sich mit den zwei Dimensionen der Leinwand abfinden muss. Malerei, also das Ausbreiten von Farbe auf einer Fläche, die nichts Konkretes abbildet hat es schwer und leicht zugleich. Schwer, weil sie wegen des Fehlens figuraler oder abstrakter Gegenständlichkeit nicht verweisfähig ist; leicht, weil sie sich als Farbfläche zu immaterialisieren beginnt.

Die Komponenten Raum und Fläche sind für den Betrachter am deutlichsten zu trennen, wenn es eine dominierende Farbe gibt, in deren illusionstiefer Umgebung die anderen Elemente schweben.

Text: Brigitta Werner ("Ausstellung in der Raumfabrik Durlach ,2005" art print publishers, Essen, 2000.)