Frederik Eckenheim / DE

Frederik Eckenheim spielt mit dem, was wir allgemein als „schön“ bezeichnen. Das spiegeln seine fertigen Bilder ebenso wider, wie der gesamte Schaffensprozess. Durch ätzende Chemikalien wie Salz- und Schwefelsäure wird ein Oxidationsprozess erzeugt. Auf natürliche Weise entstehen so Strukturen mit kräftigen Farben. Dabei arbeiten seine Werke mit dem Kontrast von Nähe und Distanz. Von Weitem wirken sie glatt, konkret und greifbar. Bei näherem Hinsehen jedoch eröffnen sich neue Welten, die scheinbar glatte Oberfläche wird rissig und es lässt sich erkennen, wie sich aus dem Zerfallenen etwas Neues entwickelt. Im Zusammenspiel von Auflösung und Neuanfang liegt eine außergewöhnliche Schönheit und überrascht den Betrachter durch eine Ambivalenz, die der Kombination aus Weichheit und Harmonie aus der Ferne, und dem brutalen Zersetzungsprozess aus der Nähe geschuldet ist. Das besondere Ergebnis löst unweigerlich Staunen und Faszination aus.

Text: Dieter Rippel (Mitglied des Bezirkstags von Oberbayern/ Kulturreferat der Landeshauptstadt München)